|
Die Vier. In der Zahlenmystik das starke Sinnbild. Die Vier der Himmelsrichtungen, die Vier der Jahreszeiten, die Vier der Elemente. Sie ordnet zu im Raum und ordnet zu in der Zeit. Sie beziffert irdische Wirklichkeiten.
Die Karte IV der Grossen Arkana, häufig Der Herrscher oder Der Kaiser. Ihr werden gerne die Ordnung und das Verordnen zugeordnet, das Wirkliche und das Verwirklichen. Kraft. Die Kräfte und die Konsequenz.
Eine Zahl steht für Eckpunkte. Für das Einheitliche, für das Gleichmässige, für das Beständige. Eine Zahl symbolisiert Konstanz und Kontinuität, sie symbolisiert Verlässlichkeit und Festigkeit im Unwägbaren.
Ein System, das nach Schutz und Ordnung ruft. Schutz und die Beschützer, Verantwortung und die Anführer, Autorität und die Dominanz. Ein System und seine Hierarchie. Und Herrschende, die auf ihre Burgen bauen.
Das Unzugängliche eines Bergfrieds mag Sicherheit markieren. Sagt solch demonstrierte Unerschütterlichkeit aber nicht auch etwas über den Seelenzustand des stolzen Gebietenden und seiner kreisenden Reiter?
Die Macht steht für den Patriarchen in einem patriarchalen System. Er macht sich das Unten, die Erde untertan und greift nach dem Oben, dem Himmel, dem Göttlichen. Gottesgnadentum. Der Karte XVI so ähnlich.
Der Widder harrt unbeeindruckt. Aber die Gewitterwolken zeugen von unterdrückten Spannungen. Regenschauer mögen Lüfte reinigen. Bei Wolkenbrüchen kann Die Macht aber auch aus allen Wolken fallen.
Shannah. Zürich, Mai 2007
|